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50 Jahre Freiheitsglocke im Berliner Rathaus Schöneberg
24. Oktober. 1950 Im Rahmen einer Feierstunde vor dem Rathaus Schöneberg übergibt der frühere amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius D. Clay, die Freiheitsglocke an Berlin. Die Glocke war nach dem Vorbild der amerikanischen »Liberty Bell« in England gegossen worden. Bevor sie am 21. Oktober in Berlin eintraf, durchquerte sie auf einem sechswöchigen »Kreuzzug der Freiheit«, dessen Initiator Clay war, die Vereinigten Staaten. Dabei brachten 16 Millionen Amerikaner die Kosten für die Glocke auf.
Durch Unterzeichnung eines Freiheitsschwurs bekundeten sie zugleich ihre Solidarität mit dem Freiheitswillen der Bevölkerung Berlins.
Freiheitsschwur:
"Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, daß allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen."
Sonntag für Sonntag, pünktlich um 11.58 Uhr, ist dieser Freiheitsschwur zusammen mit dem Geläut der Freiheitsglocke des Rathauses Schöneberg im Programm von DeutschlandRadio Berlin zu hören.
Artikel aus dem KK13/2003
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